92 Produkte gefunden
* Bruttopreise inkl. MwSt.; Nettopreise zusätzlich ausgewiesen; zzgl. Versand
Welche Anschlagmittel passen zu Ihrer Last?
Das richtige Anschlagmittel muss zur Last, zum Hebezeug und zum geplanten Arbeitsablauf passen. Maßgeblich sind nicht nur Gewicht und Tragfähigkeit. Auch Schwerpunkt, Geometrie, Anschlagpunkte, Anschlagart, Anzahl der tragenden Stränge, Neigungswinkel, Temperatur und scharfe Kanten beeinflussen die Auswahl. Wer diese Angaben vor der Bestellung klärt, kann die benötigte Ausführung wesentlich sicherer bestimmen.
Anschlagmittel, Lastaufnahmemittel und Tragmittel: der Unterschied
Anschlagmittel stellen die lösbare Verbindung zwischen Tragmittel und Last oder zwischen Tragmittel, Lastaufnahmemittel und Last her. Dazu gehören beispielsweise Anschlagketten, Hebebänder, Rundschlingen, Anschlagseile und Schäkel.
Lastaufnahmemittel nehmen die Last auf und werden mit dem Tragmittel des Hebezeugs verbunden. Typische Beispiele sind Traversen, C-Haken, Greifer, Hebeklemmen, Krangabeln, Lasthebemagnete und Zangen.
Tragmittel sind dauerhaft mit dem Hebezeug verbunden, zum Beispiel Hubseil oder Lasthaken. Anschlagpunkte befinden sich dagegen an der Last und schaffen dort eine geeignete Verbindungsmöglichkeit. Diese Begriffe folgen der Systematik der DGUV Regel 109-017.
Auswahlkriterien für Anschlagmittel
- Gewicht und Schwerpunkt: Das tatsächliche Lastgewicht und die Lage des Schwerpunkts müssen bekannt sein.
- Tragfähigkeit: Die WLL muss für Anschlagart, Strangzahl und Neigungswinkel ausreichen.
- Anschlagpunkte: Anzahl, Lage und Ausführung bestimmen, wie die Last angeschlagen werden kann.
- Lastgeometrie: Abmessungen, Oberflächen und Kanten beeinflussen die geeignete Bauart und notwendige Schutzmaßnahmen.
- Nutzlänge: Ketten, Bänder oder Schlingen müssen den benötigten Arbeitsbereich abdecken.
- Umgebung: Temperatur, Feuchtigkeit, Chemikalien und Verschmutzung können die Eignung und Tragfähigkeit beeinflussen.
Kettengehänge für robuste Anschlagaufgaben
Kettengehänge und Anschlagketten sind widerstandsfähig und lassen sich in unterschiedlichen Strangzahlen, Güteklassen, Längen und Endausführungen konfigurieren. Für die Tragfähigkeit sind unter anderem Kettenabmessung, Anschlagart, Zahl der tragenden Stränge und Neigungswinkel maßgeblich. Bei asymmetrischen Lasten muss die ungleiche Lastverteilung berücksichtigt werden.
Hebebänder und Rundschlingen für empfindliche Oberflächen
Hebebänder und Rundschlingen sind leicht und passen sich der Last gut an. Sie werden häufig gewählt, wenn Oberflächen geschont werden sollen. Scharfe Kanten, hohe Temperaturen oder chemische Einflüsse können textile Anschlagmittel jedoch beschädigen. Geeigneter Kantenschutz und die Angaben des Herstellers sind deshalb besonders wichtig.
Schäkel und Anschlagpunkte richtig kombinieren
Schäkel verbinden Anschlagmittel mit dafür vorgesehenen Anschlagpunkten oder weiteren Komponenten. Bolzenform, lichte Weite und Tragfähigkeit müssen zur Verbindung passen. Anschlagpunkte werden fest oder lösbar an der Last angebracht. Gewinde, Einbaurichtung, Belastungsrichtung und Untergrund sind bei der Auswahl zu berücksichtigen.
Wann wird ein Lastaufnahmemittel benötigt?
Wenn die Last nicht direkt mit Kette, Band oder Schlinge sicher aufgenommen werden kann, ist häufig ein Lastaufnahmemittel sinnvoll. Krantraversen verteilen Anschlagpunkte und können den Neigungswinkel reduzieren. Blechgreifer, Hebeklemmen oder spezielle Hebezangen müssen dagegen genau zur Form, Oberfläche, Abmessung und Greifrichtung der Last passen.
Was bedeutet WLL bei Anschlagmitteln?
WLL steht für Working Load Limit und bezeichnet die maximale Last unter den vom Hersteller festgelegten Bedingungen. Die nutzbare Tragfähigkeit eines Anschlagmittels kann sich durch Anschlagart, Neigungswinkel, Strangzahl, Temperatur oder andere Einsatzbedingungen verändern. Maßgeblich sind Kennzeichnung, Tragfähigkeitstabelle und Betriebsanleitung des konkreten Produkts.
Wie oft müssen Anschlagmittel geprüft werden?
Vor dem Einsatz gehören eine Sicht- und Funktionskontrolle zum sicheren Arbeitsablauf. Werden erkennbare Schäden, Verformungen, Verschleiß, Korrosion, fehlende Teile oder eine unlesbare Kennzeichnung festgestellt, darf das Anschlag- oder Lastaufnahmemittel nicht weiterverwendet werden. Die DGUV Regel 109-017 sieht wiederkehrende Prüfungen durch eine zur Prüfung befähigte Person in Abständen von längstens einem Jahr vor; je nach Einsatzbedingungen können kürzere Fristen erforderlich sein. Herstellerangaben und die betriebliche Gefährdungsbeurteilung sind zusätzlich zu beachten.
Welche Angaben benötigt SHT für eine Empfehlung?
Nennen Sie uns bitte Lastgewicht, Abmessungen, Schwerpunkt, vorhandene Anschlagpunkte, gewünschte Strangzahl, Nutzlänge, voraussichtlichen Neigungswinkel und Einsatzumgebung. SHT unterstützt Sie bei Standardausführungen und individuell konfigurierten Anschlagmitteln. Sie erreichen uns montags bis donnerstags von 06:30 bis 16:00 Uhr und freitags von 06:30 bis 12:00 Uhr unter +49 3681 454266-20 oder über das Kontaktformular.