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Hebeband oder Rundschlinge technisch richtig auswählen

Hebebänder und Rundschlingen verbinden den Kranhaken mit der Last und bestehen aus hochfesten Chemiefasern. Sie sind leicht, flexibel und schonen geeignete Oberflächen. Die zulässige Belastung ergibt sich jedoch nicht nur aus der Nenntragfähigkeit: Anschlagart, Neigungswinkel, Lastgeometrie, Temperatur, Umgebung und Kantensituation müssen gemeinsam berücksichtigt werden.

Rundschlingen für flexible Lastaufnahme

Die Rundschlinge mit Doppelmantel besitzt einen tragenden Faserkern und einen schützenden Schlauchmantel. Sie passt sich der Lastkontur gut an, darf aber nicht geknotet, verdreht oder über ungeschützte scharfe Kanten geführt werden. Tragfähigkeit und Nutzlänge der konkreten Ausführung sind am Etikett abzulesen.

Flache Hebebänder mit verstärkten Endschlaufen

Das flache Hebeband verteilt die Kraft über eine breite Auflagefläche. Es eignet sich für geeignete Lasten, bei denen die Oberfläche geschont werden soll. Schlaufen müssen vollständig und ohne Quetschung in Haken oder Verbindungsteilen liegen; zu kleine Radien können Gewebe und tragende Nähte beschädigen.

Hebebänder mit Stahlbügeln

Ein Hebeband mit Stahlbügeln besitzt metallische Endbeschläge für definierte Anschlussstellen. Bügel, Haken und Bolzen müssen geometrisch zusammenpassen und frei ausrichten können. Zusätzlich zum Band sind die Beschlagteile vor dem Einsatz auf Verformung, Risse, Verschleiß und andere Schäden zu kontrollieren.

Endlose Hebeschlingen

Die endlose Hebeschlinge bietet mehrere mögliche Auflagebereiche entlang ihres Umfangs. Die belastete Stelle kann dadurch gewechselt werden. Auch eine Endlosschlinge darf nicht geknotet oder so verschnürt werden, dass unzulässige Einschnürung, Wärme oder Materialschädigung entsteht.

Mehrsträngige Polyestergehänge

Das Polyestergehänge mit Ösenlasthaken verbindet textile Stränge mit metallischen Endbauteilen. Bei mehrsträngigem Anschlagen beeinflussen Neigungswinkel und Lastverteilung die zulässige Gesamttragfähigkeit. Beide Stränge müssen vorgesehen belastet werden; ungleiche Anschlagpunkte können einen Strang überlasten.

Haken und Verbindungsteile passend dimensionieren

Rundschlingen- und Hebebandhaken müssen zur Breite beziehungsweise Form des textilen Anschlagmittels und zur vorgesehenen Tragfähigkeit passen. Die textile Schlaufe darf im Haken nicht gequetscht, über eine scharfe Kante gezogen oder auf der Hakenspitze belastet werden.

Scharfe Kanten und Kantenschutz

Eine Kante gilt für ein textiles Anschlagmittel als kritisch, wenn ihr Radius im Verhältnis zur Dicke des belasteten Anschlagmittels zu klein ist. Dann ist geeigneter Schnitt- beziehungsweise Kantenschutz erforderlich. Ein Kantenschutzwinkel muss zur Lastgeometrie passen, sicher an der gefährdeten Stelle sitzen und während des gesamten Hebevorgangs wirksam bleiben. Ein einfacher Abriebschutz ist nicht automatisch ein Schutz gegen scharfe Kanten.

Kontrolle, Ablegereife und Beratung

Vor jeder Benutzung sind Etikett, Gewebe, Mantel, Nähte und Beschlagteile sichtbar zu kontrollieren. Hebebänder sind unter anderem bei erheblichen Garnschnitten, beschädigten tragenden Nähten, Wärmeschäden oder chemischer Schädigung auszusondern. Bei Rundschlingen gilt dies insbesondere, wenn Mantel oder Naht beschädigt und die tragende Einlage sichtbar ist. Textile Anschlagmittel sind trocken sowie geschützt vor UV-Strahlung, Wärme und aggressiven Stoffen zu lagern.

Für die Auswahl nennen Sie bitte Lastgewicht, Anschlagpunkte, Anschlagart, Neigungswinkel, Kantenradien, Oberflächen, Temperatur und chemische Einflüsse. SHT berät unter 03681 / 454266-20 oder über das Kontaktformular.