Zuerst den Lastfall definieren
Benötigt werden maximale und typische Last, Hubhöhe, tägliche Hubzahl, durchschnittlicher Lastanteil, gewünschte Geschwindigkeit und Einschaltdauer. Ein Gerät, das nur nach der höchsten Last ausgewählt wird, kann bei häufigem Betrieb thermisch oder mechanisch ungeeignet sein.
Handhebezeuge für kontrollierte, flexible Einsätze
Stirnradflaschenzüge und Ratschenzüge benötigen keinen Stromanschluss und lassen sich mobil einsetzen. Sie eignen sich für Montage, Wartung und gelegentliche Hebevorgänge. Zu prüfen sind Bedienkraft, Handkettenlänge, kleinste Bauhöhe, Hakengeometrie und die sichere Aufhängung.
Ratschenzüge werden oft zum Ziehen, Spannen oder Positionieren genutzt. Ob eine konkrete Ausführung Lasten heben darf, ergibt sich aus Kennzeichnung und Betriebsanleitung. Im Shop finden Sie die Bauarten unter Handhebezeuge.
Elektrokettenzüge für wiederkehrende Hübe
Elektrische Hebezeuge reduzieren die manuelle Bedienarbeit und ermöglichen definierte Hubgeschwindigkeiten. Neben Spannung und Steuerung sind Triebwerksgruppe, Einschaltdauer, Lastkollektiv, Schalthäufigkeit und Umgebung zu beachten. Bei häufigen Feinpositionierungen kann eine zweite Geschwindigkeit oder eine geeignete Frequenzsteuerung relevant sein.
Für die Kombination mit einem Fahrwerk müssen Trägerflansch, Kurvenradius, Fahrgeschwindigkeit und Stromzuführung passen. Die Auswahl finden Sie unter elektrische Hebezeuge.
Drucklufthebezeuge für spezielle Betriebsbedingungen
Drucklufthebezeuge können bei hoher Einschaltdauer und in robusten Industrieanwendungen Vorteile bieten. Erforderlich sind ausreichender Volumenstrom, passender Betriebsdruck und eine aufbereitete Luftversorgung nach Herstellervorgabe. Schlauchquerschnitt und Leitungslänge beeinflussen die verfügbare Leistung.
Eine explosionsgeschützte Verwendung setzt eine entsprechend zertifizierte und gekennzeichnete Ausführung voraus. Der bloße Druckluftantrieb reicht dafür nicht.
Bauhöhe und Tragkonstruktion
Die verfügbare Höhe zwischen Träger und Last bestimmt, ob ein Standardgerät passt oder eine besonders kurze Bauform benötigt wird. Aufhängepunkt, Trägerklemme oder Fahrwerk und die Tragkonstruktion müssen die dynamisch auftretenden Kräfte aufnehmen. Ein vorhandener Stahlträger ist nicht automatisch als Kranbahn freigegeben.
Stationär oder verfahrbar?
Ein Hakenaufhängegerät arbeitet an einem festen Anschlagpunkt. Ein Roll- oder Haspelfahrwerk ermöglicht die horizontale Bewegung von Hand; ein Elektrofahrwerk eignet sich für häufige oder ferngesteuerte Fahrbewegungen. Flanschbreite, Profilform, Tragfähigkeit und Endanschläge gehören zur Systemprüfung.
Prüfung und Nutzungsdauer einplanen
Vor Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen und wiederkehrend sind die erforderlichen Prüfungen festzulegen. Bei kraftbetriebenen Serienhebezeugen ist auch der verbrauchte Anteil der theoretischen Nutzungsdauer relevant. Betriebsstunden, Lastkollektiv und Instandhaltung sollten deshalb von Anfang an dokumentiert werden.
Die vollständige Anfrage
Nennen Sie Last, Hubhöhe, tägliche Zyklen, Einsatzdauer, gewünschte Geschwindigkeit, Aufhängung, Fahrweg, Bauhöhe, Energieversorgung und Umgebung. Unter Hebezeuge finden Sie die passenden Produktgruppen; SHT unterstützt bei der technischen Eingrenzung.
Häufige Fragen
Wann reicht ein Handkettenzug?
Für gelegentliche, kontrollierte Hübe und mobile Einsätze kann ein Handkettenzug sinnvoll sein, wenn Bedienkraft, Hubweg, Bauhöhe und Tragkonstruktion passen.
Ist ein Elektrokettenzug für häufige Hübe immer geeignet?
Nur wenn Tragfähigkeit, Einschaltdauer beziehungsweise Triebwerksgruppe, Hubgeschwindigkeit, Stromversorgung und Umgebung zur tatsächlichen Nutzung passen.
Ist ein Drucklufthebezeug automatisch explosionsgeschützt?
Nein. Druckluft als Antrieb ist kein pauschaler Ex-Nachweis. Für explosionsgefährdete Bereiche muss die konkrete Ausführung mit Kennzeichnung und Dokumentation geeignet sein.
Fachliche Grundlagen
Die redaktionelle Darstellung wurde eigenständig formuliert. Für die konkrete Anwendung gelten die aktuelle Fassung der Regelwerke sowie die Betriebsanleitung des jeweiligen Produkts.